INTERVIEW

"Theater ist per se immer politisch."

Markus Müller Foto: Andreas Etter
Markus Müller Foto: Andreas Etter

MARKUS MÜLLER

ANNA SCHEUERMANN

ANNA SCHEUERMANN

Markus Müller ist seit 2014 Intendant des Staatstheaters Mainz und sprach mit uns darüber, ob Theater politisch ist, es Nachhaltigkeit am Theater gibt und über die Relevanz in der jetzigen Zeit.

von Milena Brüggemann, Verena Lütkemeier, Lea Schüll, 17.06.2020

Was macht ein Intendant am Mainzer Staatstheater? Gibt es einen täglichen Ablauf oder sieht jeder Tag anders aus?

Tatsächlich sieht jeder Tag anders aus und es gibt keine negative Form der Routine. Es gibt allerdings eine positive Form von sich immer schneller entwickelnden Abläufen, die notwendig sind, um für unser Theater möglichst viel Kunst entstehen zu lassen.
Montags und freitags gehe ich morgens ab 7.45 Uhr mit unserem Geschäftsführenden Theaterdirektor und dem Technischen Direktor laufen. Die Kollegen holen mich ab, weil ich direkt am Rhein wohne. Dann sind wir gut eine Stunde unterwegs und besprechen uns dabei. Ins Theater komme ich dann erst gegen 10 Uhr, An den anderen Wochentagen bin ich früher vor Ort. Es beginnt immer damit, den Tag noch einmal kurz vorzubesprechen oder noch nachzusteuern, falls es am Vorabend noch Ereignisse gab, die nachbesprochen werden müssen. Wobei ich in der Regel das Theater als Vorletzter oder Letzter verlasse und damit meist schon im Bilde bin.

An Vormittagen sind oft die Probenstarts von neuen Produktionen. Wir haben zwischen 30 und 45 Premieren in der Spielzeit und zu jeder gibt es eine so genannte Konzeptionsprobe zu Beginn. Hier begrüße ich sämtliche Schauspieler*innen, Sänger*innen oder Tänzer*innen und Regieteams, ehe dann das Produktionsteam das Konzept und den inhaltlich-ästhetischen Zugriff, die Kostüme und das Bühnenbild ausführlich vorstellen. Das sind immer sehr energetische Momente, bei denen ich nach Möglichkeit länger dabeibleibe.

Fast täglich führe ich Vertragsgespräche: Ich verhandle alle Verträge mit gastweise beschäftigten Kollegen; das sind die Regisseur*innen, Bühnenbildner*innen, Choreograph*innen, Musiker*innen, Sounddesigner*innen, Videogestalter*innen, Dirigent*innen und so weiter. Die Verträge mit allem überwiegend künstlerisch tätigen Kollegen*innen verhandele ich ebenfalls grundsätzlich selbst. Insgesamt sicher 500 Gespräche im Jahr, eher mehr. Regelmäßig stehen auch Modellpräsentationen und Bauproben auf dem Tagesplan. Bei einer Modellpräsentation wird immer noch ein physisches Modell des Bühnenbildentwurfes gebaut. Wir entwickeln ja grundsätzlich nur Prototypen, gehen nie mit etwas in Serie, daher sind das sehr wichtige Termine, Konzeptionen und deren Sinnhaftigkeit, Potential und Wirkung zu antizipieren und diskutieren. Hin und wieder muss ich Teams dann freundlich aber nachdrücklich bitten, nochmals völlig neu zu denken. Während einer Bauprobe markieren wir auf der Originalbühne den Raum mit vorhandenem Material, um die Dimensionen und Sichtlinien zu überprüfen. Mindestens alle zwei Wochen finden inhaltliche und planerische Sitzungen der Sparten Oper und Schauspiel statt, bei denen ich immer dabei bin.

Wir sind das kleinste Mehrsparten-Staatstheater Deutschlands – gemessen an der Mitarbeiterzahl  und das zweitkleinste hinsichtlich der Finanzen. Daher sind wir extrem darauf angewiesen, Freiräume für künstlerische Entfaltung zu schaffen und trotzdem möglichst effektive Strukturen zu haben. Es gibt viele kreative Prozesse, an denen ich mit beteiligt bin und die meinen Beruf prägen. Die letztliche künstlerische Verantwortung für jede Produktion, jede einzelne Vorstellung liegt bei mir, es kommt daher nichts auf die Bühne, was ich nicht vorab gesehen habe. Aber wir entwickeln alles im Team. Wir haben in den Produktionen vier Endproben, eine Abschlussprobe, zwei Hauptproben und eine Generalprobe. Hier besuche ich meist zwei je Produktion und es gibt meist lange Nachgespräche mit den Regieteams – oft bis spät in die Nacht.

Außerdem erfordert jede Premiere meine Anwesenheit: das sind echte Erntetage und im Anschluss an meine Premierenrede wird meist lange und ausgelassen gefeiert – außer in Corona-Zeiten. Für mich war es eine völlig neue Erfahrung, in der Hochphase der Corona-Pandemie von Mitte März bis Ende Mai plötzlich mehrere Abende zu Hause verbringen zu können. In normalen Spielzeiten bin ich an höchstens einer Hand voll Abenden zu Hause und natürlich am 24. Dezember und am 1. Mai, denn da ist das Theater geschlossen sowie in der Spielzeitpause im Sommer, in der ich natürlich auch privat verreise. Dass während einer Spielzeit abends nichts im Kalender steht, gab es in meinen 27 Berufsjahren vorher noch nie.

Wie kamen Sie zum Beruf des Intendanten?

Ich stamme aus einem kleinen Allgäuer Theaterdorf, in dem es mehr Kühe als Menschen gibt. Dort wird seit 1879 eine große Freilichtbühne und seit 40 Jahren ein eigenes Theater bespielt. Mit 15 bin ich das erste Mal aktiv mit Theater in Berührung gekommen. Bei Goldonis  „Diener zweier Herren“ war ein Darsteller ausgefallen, ich bin eingesprungen und seither gibt es keine drei Wochen in meinem Leben ohne Theater. Als Schauspieler war ich allerdings nur mittelmäßig begabt.

Was ich aber wirklich gut kann, ist, die richtigen Menschen zusammenzubringen, Themen zu setzen und Rahmenbedingungen zu schaffen, dass Theater entstehen kann . Ich wusste nicht genau, was ein Intendant macht, aber ich wusste, dass ich das machen möchte. In Bamberg, Erlangen und  Mannheim habe ich BWL, Germanistik, Theaterwissenschaften und Philosophie studiert. In Bamberg war ich parallel zum Studium schon ab dem ersten Semester und während der gesamten Zeit dort als Regieassistent am E.T.A Hoffmann Theater engagiert. Ich war meist von 8 bis 10 Uhr in der Uni, von 10 bis 14 Uhr wurde im Theater geprobt, nachmittags dann wieder in der Uni abends ab 18 Uhr dann wieder Proben im Theater. Und nach der Abendprobe ab 23.30 Uhr war dann häufig Probenbeginn mit meinem eigenen freien Theaterensemble, meist bis 4 Uhr in der Früh. Das würde ich heute so nicht mehr durchhalten, aber damals im Studium ging das und hat viel Spaß gemacht.

1997 bin ich nach Mannheim als Assistent in die Intendanz gewechselt, wurde schnell Persönlicher Referent und bereits mit 28 Jahren stellvertretender Generalintendant. Mit Anfang 30 wurde ich dann in Oldenburg jüngster Intendant Europas. Ich habe unheimlich davon profitiert, dass mir überall sehr früh sehr viel Vertrauen entgegengebracht wurde.

Jetzt bin ich alt und angegraut, aber ich hoffe sehr, dass ich diesen wunderbaren Beruf noch lange ausüben darf. 

Tal der Ahnen, Oper 2020. Foto: Andreas Etter

"Wir versuchen, eine Relevanz mit dem zu haben, was wir auf der Bühne zeigen."

Wie kam es bei Ihnen dazu, dass Sie sich als nächste Station für Mainz entschieden haben?

In Mainz habe ich mich tatsächlich gezielt beworben. Ich mag die Region und das Haus sehr, und die Stadt selbst wegen ihrer Offenheit. Als Landeshauptstadt und Medienstandort bietet Mainz eine hohe Qualität des Diskurses in verschiedensten Zusammenhängen. Die große Uni mit 40.000 Studierenden war ebenso wichtig für die Entscheidung wie die Einbettung ins Rhein-Main-Gebiet. Mainz hat mich auch deshalb besonders interessiert, weil es von der Größe noch so ist, dass ich es als Intendant gut bewältigen kann, für alle Sparten zuständig zu sein. Und dann ist da noch der große Fluss. Es ist mir wichtig, mit Blick aufs Wasser zu wohnen, weil das den Kopf freimacht. Irgendwann muss man mich wohl aus der Stadt davonjagen. Meine grundsätzliche Sorge ist immer, ich könnte irgendwann zufrieden sein mit dem erreichten und den Antrieb verlieren. Dann muss man mir echt einen Tritt geben. Aber bis dahin fließt hoffentlich noch viel Wasser den Rhein entlang.

 

"Wir versuchen, eine Relevanz mit dem zu haben, was wir auf der Bühne zeigen."​

Wieso positionieren sich Theater immer häufiger politisch als andere kulturelle Institutionen und sehen Sie sich selbst auch in der Rolle des politisch Eingreifenden?

Theater muss per se politisch sein, weil es immer eine Haltung zur gesellschaftlichen Entwicklung einnimmt. Wir können Räume sehr schnell besetzen und künstlerisch aufladen, da brauchen wir meist nur ein paar Wochen Vorlauf und kreieren einen Spielort. Kunst kann häufig sehr schnell reagieren. Egal ob unterwegs oder auf unseren festen Spielorten – wir versuchen natürlich, eine Relevanz zu erreichen mit dem, was wir auf der Bühne zeigen und das ist immer politisch. Wir beobachten gewisse Entwicklungen sehr aufmerksam. Dass zum Beispiel in der Coronazeit Sozialkontakte eingeschränkt wurden, wird die Gesellschaft nachhaltig beeinflussen.

Wir glauben, dass das zusätzliche Spannungen aufwerfen wird. Alle, uns besonders dringlich erscheinenden Themen wollen wir auf der Bühne verhandeln. Wir machen aber jetzt kein Corona-Theater, sondern bringen Assoziations- und Möglichkeitsräume auf die Bühne. Wir versuchen grundsätzlich, Prozesse in Gang zu setzen, die nicht mit dem Ende der Vorstellung aufhören, sondern dort erst so richtig beginnen. Die Menschen tragen die Impulse, Diskurse und Emotionen mit sich und setzen sich mit dem Erlebten auseinander. Deswegen bieten wir sehr viele Einführungen und Nachgespräche an und hoffen, dass unsere Arbeit mit der Gesellschaft etwas macht.

Unsere Idee ist eine politische: logischerweise nicht so sehr parteipolitisch. Außer, wenn wir, wie bei der AFD, eine gefährliche gesellschaftliche Fehlentwicklung sehen. Wenn dann eine solche Partei denkt, sie muss eine Kundgebung vor unserem Haus machen und Gedanken wie Vielfalt, Freiheit und Offenheit in der Gesellschaft mit Gedankengut torpedieren, das uns völlig fern ist, wählen wir eben auch mal den ein oder anderen Weg, um uns ganz klar zu positionieren. Mir ist es wichtig, Haltung zu zeigen.

Wir als Theater dürfen subjektiv sein. Wir dürfen verdichten, wir dürfen überzeichnen. Es muss nicht eins zu eins die Realität abbilden, sondern im Gegenteil: Es darf fiktiv sein, darf polarisieren, muss es aber auch nicht. Wir machen keine Stoffe der Provokation wegen. Ich muss im Vorhinein darüber reflektieren, wie ich Herz und Hirn der Menschen erreichen kann. Wir sind als Theater durch unseren Kulturauftrag verpflichtet, politisch zu sein. Es macht mir dann nichts aus, wenn ich damit als Person auch mal anecke und angefeindet werde. Ich freue mich über Ekstase und Begeisterung, aber es darf auch kontrovers sein. Manchmal muss es das sogar.

"Es darf fiktiv sein, darf polarisieren."​

Haben Sie in diesem Zuge auch einmal etwas bereut?

In dem Kontext nicht. Aber natürlich haben wir auch schon Prozesse bereut, wenn wir gemerkt haben, dass wir in Produktionen das Potential nicht nutzen. Wir scheitern immer mal wieder. Im schlimmsten Fall wird es langweilig, irrelevant oder einfach nicht gut. Wir leiden sehr, wenn eine Produktion nicht gelingt, aber wir werden deshalb nicht vorsichtig. Im Gegenteil: Wenn man versucht, eine Erfolgsproduktion zu machen, nach dem Motto: „Komm, jetzt lass uns mal wirklich einen heiteren, sanften, sicheren Stoff auf die Bühne bringen”, ist das meist tödlich für ein Projekt.  Kein Prozess ist ohne Risiko. Unser Ziel ist, mit einer großen Gewissenhaftigkeit und Ernsthaftigkeit die Stoffe auf die Bühne zu bringen. Aber dass wir etwas bereuen, weil es Gegenwind gibt, wir anecken, eine Anzeige bekommen oder angefeindet werden? Nein. Wir lassen uns von nichts einschüchtern, sondern wir reflektieren, sind sehr selbstkritisch. Wir besprechen Prozesse nach und stellen auch nüchtern fest, wenn etwas misslungen ist. Doch manchmal gelingt eine Produktion besonders gut und wir können uns über Sternstunde freuen.

Tal der Ahnen, Oper 2020. Foto: Andreas Etter

"Es darf fiktiv sein, darf polarisieren."

Gibt es Nachhaltigkeit am Theater?

Ja, wir versuchen sehr nachhaltig zu sein. In der inhaltlichen Auseinandersetzung einerseits, dass also das, was wir tun, lange nachwirkt. Aber auch in Bezug auf die Baustoffe, ein Thema, das in der Architektur brandaktuell ist. Das machen wir auch in unserem kleinen Theaterkosmos, soweit wir eben können. Wir schaffen als Theater Stoffe nur mit einer kurzen Halbwertszeit und überlegen deswegen im Vorhinein, wie wir ein Stück so realisieren, dass wir ressourcenschonend damit umgehen. Wir arbeiten sehr viel mit Holz, praktisch nichts mehr wird aus Aluminium gemacht. Aluminium ist leicht im Gewicht und für die Menschen auf der Bühne, also die Bühnentechniker, leichter umzubauen, aber es ist sehr schwer zu recyceln und benötigt in der Herstellung viel Energie. Deswegen arbeiten wir eher mit Stahl. Er ist zwar schwerer, aber gut wiederzuverwerten. Dann versuchen wir, im Kostümbereich viel wiederzuverwenden. Alle Kostüme, alle Masken, alle Perücken gehen in den Fundus. Was wir nicht wiederverwenden können, geht in den Fastnachtsverkauf, damit ein Kostüm da noch weiterleben kann. Wir deklinieren den gesamten Prozess von allem, was rein- und rausgeht, bis zur Demontage und Entsorgung durch. Wir versuchen das im Rahmen unserer Möglichkeiten. Doch das sind Abwägeprozesse, die Nachhaltigkeit hat manchmal auch Grenzen, wenn sie die künstlerische Freiheit einschränkt. Wir wollen den Stoff erzählen, was aber auch bedeutet, dass wir der Nachhaltigkeit nicht alles unterordnen. Dennoch versuchen wir, ihr ein sehr starkes Gewicht zu geben.

"Wir versuchen an der Wirkung, dass das lange nachwirkt."​

In welchem Verhältnis stehen Ihrer Meinung nach der Karten- / Eintrittspreis zum dahinter stehenden Aufwand?

Theater sind völlig transparent. Jedes Haus muss alle wesentlichen Zahlen veröffentlichen. Das heißt, man kann genau sehen, welches Theater in welchem Bereich welche Ausgaben hat. Die meisten Vorstellungen für Schüler kosten 4,75 Euro Eintritt, was natürlich eher ein symbolischer Preis ist – die  Studierenden können über eine Flatrate sogar kostenfrei ins Theater. Das hat für uns natürlich finanziell überhaupt keine Relevanz. Jeder soll sich Theater leisten können. Es gibt Projekte und Programme, die Menschen den Zugang ermöglichen, die sich die Eintrittspreise nicht leisten können. Würde man die Kosten des Theaterbetriebes komplett über die Eintrittspreise refinanzieren wollen, wären die Karten für viele kaum bezahlbar. Wir haben unseren gesellschaftlichen Kulturauftrag aus gutem Grund und halten diesen für notwendig.

Wie sinnvoll finden Sie es, Theater in den digitalen Raum zu bringen oder ist die Digitalisierung am Theater fehl am Platz?

Das kann man so pauschal nicht sagen. Für manche Stoffe macht es einfach gar keinen Sinn, diese in den virtuellen Raum zu legen oder sie auch auf Distanz zu zeigen. Insgesamt ist Theater tatsächlich sehr analog und ich finde es toll, dass Menschen physisch zusammenkommen. Es macht einfach etwas mit einem und mit mir selbst, wenn ich mich physisch in Bewegung setze. Ich spüre im Moment auch in der Gesellschaft, wie stark das Verlangen danach ist. Der Applaus zurzeit ist so unglaublich. Wir haben vor Kurzem eine Tanzpremiere gehabt. Es gab, obwohl der Saal nur ein Viertel besetzt sein durfte, stehende Ovationen und endlosen Applaus. Deswegen ist das Netz für mich wirklich nur eine Ergänzung; es ersetzt sicher nie das physische Live-Erlebnis Theater.

Wie hat sich Ihr Arbeitsalltag durch Corona verändert und hat das auch Auswirkungen darauf, wie sich Theater in Zukunft entwickeln wird?

Die positive Wirkung wird hoffentlich sein, dass die Achtsamkeit untereinander vielleicht ein bisschen größer wird. Ansonsten halte ich es für eine große Herausforderung damit umzugehen, dass wir unser Gegenüber nun als Bedrohung wahrnehmen. Man hat jetzt die Lernaufgabe, sich immer mit Menschen zu treffen, möglichst mit demselben Kreis, mit der gleichen – möglichst kleinen – Anzahl an Personen. Das ist etwas, das wir am Theater erzählen wollen: Die Grundgeschichte von Offenheit und Pluralität, Vielfalt und Gemeinsamkeit. Ich hoffe, dass sich das auch gesellschaftlich wieder sehr schnell herstellen lässt.

Haben Sie Wünsche an das Theater ? Würden Sie gerne am Ist-Zustand des Theaters etwas verändern? Das muss auch nicht auf das Mainzer Haus bezogen sein.

Die sehr hohen Besucher- und Abonnementzahlen, die wir in den letzten Jahren hier in Mainz erreichen konnten, sind weder Selbstzweck noch rein buchhalterische Größe. Ich glaube zutiefst daran, dass Theater ein relevanter Ort ist, den wir brauchen, um uns und unsere Gesellschaft im Austausch miteinander zu reflektieren – auf einer nicht alltäglichen, ästhetisch transformieren Ebene. Dass wir durch die Corona-Beschränkungen nur einen Bruchteil der Menschen erreichen können, schmerzt vor allem deshalb extrem.  Darum ist mein Wunsch im Moment, dass wir sobald wie möglich unsere Türen wieder ganz weit öffnen und in aller Unbefangenheit einander nah sein können.

"Wir versuchen an der Wirkung, dass das lange nachwirkt."

MARKUS MÜLLER

seit 2014 STAATSTHEATER, Mainz – Intendant und Geschäftsführer

2006-2014 STAATSTHEATER, Oldenburg – Generalintendant

2001-2005 NATIONALTHEATER, Mannheim – stellv. Generalintendant

1997-2001 NATIONALTHEATER, Mannheim

(Stand 1.9.2020)

STAATSTHEATER MAINZ GMBH 

GRÜNDUNGSJAHR – 1829 Errichtung Ursprungsbau, 1998-2001 letzter großer Umbau

GESCHÄFTSLEITUNG – Markus Müller (Intendant und Geschäftsführer),
Erik Raskopf (Geschäftsführender Theaterdirektor)

MITARBEITERZAHL – 359 (fest angestellt, Stand 1.9.2020)

STANDORT – Mainz, Gutenbergplatz 7

DIVISIONEN – Mehrspartentheater; Sparten: Oper, Schauspiel, Tanz, Junges Staatstheater, Konzert